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Prof. Dr. Yvonne Schütze: Auf der Suche nach Identität - junge russisch-jüdische Migranten in Berlin

Vortrag

Ankündigung

 

In der  Langzeituntersuchung „Junge russische Juden in Berlin“, haben wir 1995/96 35 russisch – jüdische Zuwanderer (22 Männer und 13 Frauen) fünf bis sechs Jahre nach ihrer Ankunft das erste Mal interviewt. Das zweite Interview fand 1998/99 statt, das dritte 2003/2004. Die Befragten, bei denen es sich mehrheitlich um Studierende und einige Schüler und Auszubildende handelte, hatten in ihren Herkunftsländern zumeist keine oder nur eine vage Bindung an das Judentum. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich in den Selbstbeschreibungen und Deutungen dessen, was es heißt, ein Jude zu sein, unterschiedliche Entwicklungsverläufe zeigen. Gleichwohl lassen sich in grober Vereinfachung drei unterschiedliche Typen konstruieren, die ich „Kontinuität einer jüdischen Identität“, „Jüdische Identität als Orientierungshilfe“ und “Jüdische Identität als ein Element verschiedener Identitäten“ nenne. In meinem Vortrag werde ich auf der Basis von Fallgeschichten diese drei Typen beschreiben.

Beteiligte Personen