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Altuigurische buddhistische Texte und deren uigurischen Auftraggeber

Nach ihrer Migration von der Mongolei in das östliche Tianshan (天山)-Gebiet in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhundert nahm der turksprachige Stamm der Uiguren langsam den Buddhismus an. Schon in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhundert. bzw. am Anfang des 11. Jahrhunderts scheint der Buddhismus den Status der Staatsreligion gewonnen zu haben. Diese Situation hat sich nicht bis zum Ende der Mongolenzeit im 14. Jahrhundert dramatisch geändert.

Nach der Übernahme des Buddhismus produzierten die uigurischen Buddhisten viele buddhistische Texte in ihrer eigenen Sprache, dem Altuigurischen. Die Herstellung dieser Texte wurde oft von uigurischen Auftragsgebern unterstützt, die sich davon nicht nur das Erreichen ihrer religiösen Wünsche erhofften, sondern damit auch weltliche Interessen verbanden. Ihre Unterstützung wurde manchmal in den altuigurischen buddhistischen Text dokumentiert. Diese Texte geben uns deshalb vereinzelt Einblick in die Lebensumstände der uigurischen Buddhisten in der damaligen Zeit. In diesem Projekt werden nicht nur die Nachschriften bzw. Kolophonen, die am Ende der altuigurischen Texte hinzugefügt wurden und viele Informationen über die uigurischen Auftraggeber enthalten, sondern auch andere buddhistischen Texte in Betracht gezogen. Das Ziel des Projektes ist es, die vielfältigen Beziehungen zwischen den uigurischen Auftragsgebern und den altuigurischen buddhistischen Texten auf unterschiedlichen Ebenen zu erörtern.

Die erzeihlten Forschungsergebnisse des Projektes sollen als Grundlage für eine erweiterte Forschung dieser Quellen im Rahmen des ERC-Projekts BuddhistRoad dienen.