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Fragiler Pluralismus statt Leitkultur: Entangled Religions Artikel zur aktuellen Debatte

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Der Begriff der "Deutschen Leitkultur" geistert wieder einmal durch die Medienlandschaft und die politische Debatte - angestoßen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Viel ist über das Für und Wider dieses Begriffes seit Ende der 1990er Jahre - als er erstmals verwendet wurde - geschrieben worden. Die Meinungen gehen weiterhin stark auseinander, die Standpunkte werden nun um ein Neues markiert.

In unserem englischsprachigen wissenschaftlichen Online-Journal Entangled Religions bezieht sich der bekannte Soziologie Hans-Georf Soeffner auf diesen Begriff. So führt er in seinem im letzten Jahr erschienenen Artikel über die Entstehung pluralitischer Gesellschaften aus, dass der Bezug auf eine "Leitkultur" in direkter Opposition zur Prinzip der Rechtsgleichheit stünde:

"Repeated attempts in Germany by a section of the political elite and those intellectuals who sympathise with them to find a 'German Leitkultur' (defining culture) are based on a similar reflex. This reflex replaces the defence of legal equality, within the framework of a social contract as defined in a constitution, with the desire for a visibly shared ethos: instead of a culture defined by law there is one defined by attitude."

Der Artikel entstand aus einer öffentlichen Vortrag Soeffners anläßlich des Auftakts der zweiten Phase des Käte Hamburger Kollegs Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa. Den ganzen Artikel finden Sie auf der Entangled Religions Website.